Das Museum ist eröffnet – Bitte treten Sie ein.

Nov 28th, 2008 | Kategorie: Allgemeines

Mit einem Festakt wurde das neue “Wiedenbrücker Schule Museum” am Freitag, den 28. November 2008 eröffnet. In der alten Altarwerkstatt Diedrichs und Knoche ist ein bundesweit einzigartiges Museum für sakrale Kunst des Historismus eingerichtet worden. Unter dem Motto „Dem Himmel ein Stück näher” wird hier insbesondere die Arbeit vieler Künstler und Handwerker ins rechte Licht gerückt, die ihre Arbeit im 19. und frühen 20. Jahrhundert als eine Art Gottesdienst empfanden. Dementsprechend liegt der Schwerpunkt der Ausstellung auf Altären, Kreuzwegen und anderen religiösen Motiven. Aber auch die künstlerischen Nachfahren der „Wiedenbrücker Schule” haben hier ihren Platz. Rund zwei Millionen Euro wurden von privaten Stiftern aus Rheda-Wiedenbrück, von der Stadt sowie dem Land NRW, der NRW-Stiftung, dem LWL-Museumsamt für Westfalen und der deutschen Stiftung Denkmalschutz investiert um die Altarwerkstatt zu sanieren und in ihr die 30 Ateliers und Werkstätten vorzustellen, die etwa 100 Jahre lang die Stadt wirtschaftlich und kulturell prägten.

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Bild: Freuen sich über den gelungenen Museumsbau: Geschäftsführer Burkhard Schlüter, Architekt Frank Hurlbrink, Johannes Hüser (Kreissparkasse Wiedenbrück), Leo Lübke (Cor + Interlübke), Wolf Köster (Deutsche Stiftung Denkmalschutz), Oliver Höner (Musterring International), Ulrike Lübke, Dr. Barbara Rüschoff-Thale (LWL-Museumsamt für Westfalen), Clemens Tönnies (B+C Tönnies Fleischwerk), Bürgermeister Bernd Jostkleigrewe, Margit Tönnies, Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl, Hendrik Höner (Musterring International), Professor Dr. Walter Stichmann (Vorstandsmitglied der NRW-Stiftung), Ulrich Pflüger (Orthim GmbH) und Inge Jostkleigrewe.

Zu den Ehrengästen zählten die Zuschussgeber, darunter Staatssekretär Günter Kozlowski (Ministerium für Bauen und Verkehr, NRW), Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl, Professor Dr. Walter Stichmann (Vorstandsmitglied der NRW-Stiftung, Dr. Barbara Rüschoff-Thale (Kulturdezernentin des LWL) und Wolf Köster (Deutsche Stiftung Denkmalschutz). Die Förderbehörden stellten die Besonderheiten des Museumsprojektes heraus. So betonte Staatssekretär Kozlowski, dass das Museum in besonderer Weise Stadt- und Kulturgeschichte vereine. „Das ist der Kern von Städtebauförderung, wenn wir ein solches Haus unterstützen, das auch die kulturelle Identität einer Stadt widerspiegelt. ” Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl war sich in ihrem Grußwort sicher, „dass das neue Museum ein wesentlicher Anziehungspunkt in Ostwestfalen wird. Die Ausstellung zeigt, dass es mit den erfolgreichen Altarbauern schon damals ‚Hidden Champions’ in OWL gab.” Diese, die bisher weitgehend unbekannt waren, würden mit dem Projekt bekannt gemacht, bekräftigte LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale. Das LWL-Museumsamt für Westfalen habe mit dazu beigetragen, dass das Museum zukunftsfähig und für viele Besucher attraktiv sei. Wenn das System eines Museums stimme, fördere das Museumsamt auch gerne mit Geldern. Das sei aus diesem Grunde reichlich geflossen und werde dazu beitragen, dass viele Besucher ihren Weg in die alte Altarwerkstatt finden, die die westfälische Museumslandschaft mit guter Strahlkraft bereichere. Das hofft auch der Bürgermeister, der als Ideengeber des Projektes den schwierigen Weg zum Museum in seiner Festansprache beschrieb. Er dankte einmal mehr allen Menschen, die als Stifter, Leihgeber, am Bau oder der Organisation Beteiligten, als Behördenvertreter oder als unentgeltliche Helfer in der Aufsicht sich für das Projekt eingesetzt hatten. „Das Museum konnte nur durch ein vielfältiges Netzwerk von Helfern und Mitwirkenden und mit viel Fleiß und Engagement verwirklicht werden. Wäre uns schon vorher der Umfang dieser gewaltigen Aufgabe klar gewesen, wäre sie vielleicht gar nicht begonnen worden.” Mit einem ökumenischen Segen von katholischen, evangelischen und syrisch-orthodoxen Geistlichen wurde das Museum eingeweiht. Es wird gemeinsam vom Heimatverein Wiedenbrück-Reckenberg, der Flora Westfalica GmbH (Tourismus- und Kulturagentur der Stadt Rheda-Wiedenbrück) und der Volkshochschule Reckenberg-Ems betrieben. Neben der stadt- und der kunstgeschichtlichen Ausstellung wird es regelmäßig auch Sonderausstellungen zu den einzelnen Künstlern der Wiedenbrücker Schule, wie auch zu aktuellen Künstlern geben.

Am Samstag und Sonntag ist das “Wiedenbrücker Schule Museum” dann erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich. An beiden Tagen, jeweils von 11 bis 17 Uhr, können hier Schätze sakraler Kunst und Exponate aus der Stadtgeschichte entdeckt werden.

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