Bernhard Hoetger, Bildhauer, geb. 4. Mai 1874, gest. 18. Juli 1949
Okt 8th, 2008 | Kategorie: Künstler A-ZMit Bernhard Hoetger verbindet man Bremen, Darmstadt oder Interlaken, aber nicht Wiedenbrück. Das der Sohn eines Schmieds in Hörde nach 1888-1892 absolvierte Bildhauerlehre in Detmold aber nach Wiedenbrück ging und dort Leiter der Kunsttischlerei von Franz Anton Goldkuhle wurde, ist nicht wirklich bekannt.
Angeblich hat Hoetger auch hier in Wiedenbrück seine schlimmstesn “Fron- und Sklavenjahre” verbracht und ging 1896 in die Welt hinaus, aber immerhin er war hier.
Auf ein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf folgte ein Aufenthalt in Paris. Dort wurde er beeinflusst von den Werken Rodins, in dessen Werkstatt er die Bekanntschaft von Paula Modersohn-Becker machte. Ihr riet er die Akadmie zu beenden und statt dessen ihre Kunst zu leben. So beschwingt wollte sich die Malerin von ihrem Mann Otto Modersohn trennen. Laut Biografien war Hoetger 1906 aber das mahnende Gewissen, dass der Künstlerin von der (auch wirtschaftlichen Trennung) abriet. 1907 verstarb sie überraschend und Hoetger fertigte eine ergreifende Grabfigur für die Freundin und Kollegin.
Sein Werdegang über 1911 Darmstadt, nach Fischerhude bei Bremen und dann Worpswede. Dort fand Bernhard Hoetger in der Bekanntschaft und wachsenden Freundschaft mit dem Bremer Kaufmann Ludwig Roselius die Aufgabe seines Lebens: die Neugestaltung der Bremer Böttcherstraße. Dabei betätigte er sich auch als Architekt und schuf aus der Ostseite der kleinen Verbindungsgasse zwischen Markt und Weser ein expressionistisches Meisterstück, das 1931 vollendet war.
Hoetger sympathisierte wie sein Mäzen Roselius mit dem Nationalsozialismus. Auch diente er sich mit verschiedenen Arbeiten (Lichtbringer) der Partei an. Er wurde ebenso wie viele moderne Kollegen, trotz seiner völkisch-nordische Ideenwelt als “entartet” gebrandtmarkt. Ab 1934 war Hoetger in Berlin tätig und wurde nach dem Krieg 1946 in der Schweiz ansässig, wo er 1949 in Interlaken starb.
Der Elberfelder Torso wurde in den 80er Jahren von der Stadt Rheda-Wiedenbrück erworben und im Hof des Heimatmuseums und des Stadthauses aufgestellt.



[...] Bernhard Hoetger, geb. 4. Mai 1874, gest. 18. Juli 1946 [...]
[...] Jostkleigrewe stellte den Namensgeber, den Bildhauer Bernhard Hoetger den Gästen vor und beschrieb Hoetgers Verbindung zur Wiedenbrücker Schule. Hoetger leitete von [...]
[...] Das vierte von sechs verhüllten Kunstwerken im öffentlichen Raum ist eine Bronze von Bernhard Hoetger. Ähnlich wie es die „Wiedenbrücker Schule” lange war, ist auch der Bronzetorso recht [...]