Fritz Burmann, Maler geb.11. August 1892; gest. 20. September 1945

Sep 1st, 2008 | Kategorie: Künstler A-Z

Der in Wiedenbrück geborene Fritz Burmann machte von 1906 bis 1910 eine Lehre als Maler im Atelier von Heinrich Repke. Daran schlossen sich von 1910 bis 1914 Studienjahre bei dem Historienmaler Hüttgens in Angermunde bei Düsseldorf an. Bei ihm erlernte Burmann die Techniken der Glas- und Wandmalerei. Nach dem Ersten Weltkrieg besuchte er die Kunstakademie in Düsseldorf und ab 1922 auch die Münchner Akademie. Studienreisen führten ihn in den folgenden Jahren u. a. nach Italien, Frankreich, Belgien und Litauen.


Fritz Burmann vor der Staffelei, Stadtarchiv Rheda-Wiedenbrück

1926 wurde er als Professor an die Kunstakademie von Königsberg berufen und leitete dort über zehn Jahre lang die Meisterklasse. 1936 wurde er schließlich Professor an der Hochschule für bildende Künste in Berlin, wo er bis zu seinem Tod 1945 lehrte.
Fritz Burmanns Glasmalerei ist in der Ausstellung durch ein Kirchenfenster vertreten, das die Ausschüttung des Heiligen Geistes zeigt. Um eine im Strahlenkranz dargestellte Mariengestalt sind die zwölf Apostel gruppiert. Der Moment der Ausgießung des Hl. Geistes als Ursprung des christlichen Pfingstfestes ist durch kleine Flämmchen gekennzeichnet, die auf den Häuptern der Apostel züngeln. Charakteristisch für die Glaskunst – und auch die Malerei – Burmanns ist eine stilisierte Formensprache, die sich jedoch stets am Gegenständlichen orientiert.

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