Hubert Hartmann, ak. Bildhauer, geb. 16. Juni 1915; gest. 26.Juli 2006
Okt 10th, 2008 | Kategorie: Künstler A-ZDer zweite Sohn Heinrich Hartmanns, Hubert Hartmann lernte wie sein 10 Jahr älterer Bruder Bernd beim Vater die Bildhauerei. Nach Abschluss seiner Lehrer wechselte er ab 1934 nach München um an der dortigen Akademie seine Ausbildung fortzusetzen. Sein großes Können wurde in seiner Münchner Zeit mit dem Preis der Münchener Staatsgalerie und dem Rompreis gekrönt. Zwischen 1942 und 1945 war er Soldat und konnte 1946 aus russischer Gefangenschaft flüchten. Zurück in Wiedenbrück eröffnete er seine eigenen Bildhauerwerkstatt an der Rietberger Strasse.

Foto: Dietmar Werner, Hubert Hartmann im Atelier
Er arbeitete sowohl in Holz und Stein als auch in Bronze. Seine Themen sind in der Ausführung der Gegenständlichkeit verpflichtet. Viele Portraitbüsten lassen einen Künstler erkennen, der sich tief in seine Modelle hineinversetzen konnte. Sakrale Arbeiten wie Chorraumgestaltungen in vielen Kirchen in ganz Deutschland, Mahnmale oder Bronzebüsten u.a. von Papst Paul VI 1964 in Rom gefertigt oder Lorenz Kardinal Jäger 1964 in Paderborn, von dem Maler Paul Westerfrölke, dem Fabrikanten Leo Lübke oder vom Unternehmer Reinhard Mohn zeigen einen gefragten Bildhauer.
Als er 91jährig am 26. Juli 2006 starb, verstarb auch der letzte verbliebene Sakralbildhauer und Sakralraumgestalter der Wiedenbrücker Schule. Sein umfangreiches Werk ist im In- und Ausland vertreten.
Arbeiten von Hubert Hartmann im heimischen Raum sind u.a.: der 1984 entstande Aegidiusbrunnen, ebenso wie die Innenausstattung der Krankenhauskapelle im St. Elisabeth Hospital in Gütersloh. Auch das Ehrenmal für die Kriegstoten auf dem Aegidiuskirchplatz stammt von Hubert Hartmann.


