Luise Hensel geb. 30. März 1798; gest. 18. Dezember 1876

Aug 21st, 2008 | Kategorie: Künstler A-Z

Luise Hensel (* 30. März 1798 in Linum in Brandenburg; † 18. Dezember 1876 in Paderborn) war eine große deutsche Lyrikerin. Über 20 Jahre lebte und arbeitete sie in Wiedenbrück.

Ihrem Leben, Werk und Wirken widmet die Ausstellungs- und Begegnungsstätte Wiedenbrücker Schule eine Kabinettausstellung im Dachgeschoss des Gebäudes.

Als kleine Hinweis auf ihr umfassendes Werk, hier eines ihrer bekanntesten Gebete:

Nachtgebet

Müde bin ich, geh zur Ruh,
Schließe beide Aeuglein zu:
Vater, laß die Augen Dein
Ueber meinem Bette sein!

Hab’ ich Unrecht heut gethan,
Sieh es, lieber Gott, nicht an!
Deine Gnad’ in Jesu Blut
Macht ja allen Schaden gut.

Alle, die mir sind verwandt,
Gott, laß ruhn in Deiner Hand!
Alle Menschen, groß und klein,
Sollen Dir befohlen sein.

Kranken Herzen sende Ruh’,
Nasse Augen schließe zu!
Laß den Mond am Himmel stehn
Und die stille Welt besehn!

Berlin, Herbst 1816.

Darüber hinaus wird regelmäßig aus ihren Werken vorgetragen. Aktuelle Daten hierzu entnehmen Sie bitte den Terminen.

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