Stefan Vollmer, Bildhauer geb. 23. August 1913; gest. 23. September 1957

Aug 21st, 2008 | Kategorie: Künstler A-Z

Stefan Vollmer ( geb. 23. August 1913; gest. 23. September 1957) absolvierte von 1927 bis 1931 eine Bildhauerlehre bei Wilhelm Siebe. Anschließend besuchte er die Kunstgewerbeschule in Bielefeld und studierte bis 1939 an der Münchner Kunstakademie.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt er das Jubiläumsstipendium der Stadt, das an besonders begabte junge Künstler vergeben wurde. In den nächsten Jahren lebte und arbeitete Vollmer in München, bis er 1948 nach Wiedenbrück zurückkehrte. Dort eröffnete er ein Atelier, ein zweites unterhielt er in Düsseldorf.


Portraitfoto Stefan Vollmer, Stadtarchiv Rheda-Wiedenbrück

Stefan Vollmer schuf sowohl sakrale als auch profane Kunst. Einen Schwerpunkt in seinem
Werk bilden die zahlreichen Krippen und Kruzifixe, die er in Holz, Wachs und Bronze ausführte.
Auf der Suche nach einem eigenen Stil entwickelte er in seinen Arbeiten einen sachlichen Realismus,
der seine Arbeiten deutlich von den nicht mehr zeitgemäßen historistischen Neostilen
distanzierte.


Foto: Rudolf Bresser

So besticht auch die Krippe aus dem Jahr 1953 durch ihre einfachen, aber ausdrucksstarken
Formen, bei denen das Geschehen auf das Wesentliche reduziert und unter einer prägnanten
Kontur zu einer geschlossenen, in sich ruhenden Einheit zusammengefasst wurde.

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